Was ist der tiefste Grund zur Freude? Nicht das, was wir leisten, sondern das, was Gott an uns getan hat.
Diese Botschaft stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes, dem das Bibelwort aus Lukas 10,20 zugrunde lag:
Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.
Dieses Bild vom „Buch des Lebens" zieht sich durch die ganze Bibel und sagt etwas Unwiderrufliches: Gott vergisst niemanden. Kein Versagen, keine Schwäche kann diesen Namen tilgen.
Diese Erwählung ist kein abstrakter Gedanke. Sie wird sichtbar und erfahrbar. In den Sakramenten vollzieht sich, was Gott längst entschieden hat: Du gehörst dazu.
Besonders berührend erlebte das die Gemeinde heute an zwei Kindern. Sie empfingen die Heilige Wassertaufe und damit Gottes persönliches Ja zu ihrem Leben. Nicht weil sie etwas geleistet hätten. Sondern weil Gott sie kennt, liebt und ihnen nahe sein möchte. Ihre Namen sind nun eingeschrieben – für immer.
Was die Gemeinde an den Kindern sichtbar erlebte, gilt für jeden Getauften: Vollmacht aus Gott gehört nicht nur wenigen. Jeder Gläubige, der die Sakramente empfangen hat, darf fürbeten, Zeugnis geben, vergeben, trösten und begleiten. Nicht aus eigener Kraft, sondern getragen von Gottes Wirken.
Die Erwählung durch Gott, die im Empfang der Sakramente sichtbar wird, ist damit wahrer Grund zur Freude.