Am Sonntag, dem 19. Juli 2026, feierte Bezirksapostel Martin Rheinberger mit allen Gemeinden des Bezirks Mannheim-Weinheim den Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Mannheim-Moselstraße.
Als Predigtgrundlage verwendete er ein Bibelwort Jesu aus Markus 11, 1. Teil des 17. Verses:
Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: „Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker“?
Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Chor das Lied „Ich bin bei euch alle Tage …“. Diesen Gedanken griff der Bezirksapostel auf und unterstrich, dass Christus durch die Gabe des Heiligen Geistes alle Tage bei uns ist. Der Heilige Geist wirkt in uns und in seiner Kirche.
Ausgehend vom Bibelwort, in dem Jesus das Haus Gottes nicht als Handelshaus, sondern als Gotteshaus versteht, machte der Bezirksapostel deutlich, dass wir mit Gott nicht handeln können. Gott hat mit uns keinen Handel, sondern einen Bund geschlossen. Dieser Bund ist weit mehr als ein Austausch von Leistung und Gegenleistung: In Christus wird uns der Kelch des Heils gereicht. Er ist unser Trost und hat sich selbst erniedrigt, um uns zu erhöhen. Dieser Bund darf uns täglich begleiten.
Mit Blick auf die Aussage Jesu, das Gotteshaus sei keine Räuberhöhle, erklärte er, dass Räuber das Verborgene suchen und im Dunkeln agieren. Wir dagegen sollen uns vor Gott nicht verstecken, sondern ihm im Gottesdienst unser Herz öffnen und nach seinem Willen fragen. So wird unser Leben von Gott geführt und gesegnet – auch in Zeiten von Krankheit oder Mangel.
Außerdem betonte er, dass es im Gotteshaus nicht um Routine geht. Der Gottesdienst soll zwar zur festen Gewohnheit gehören, aber niemals gewöhnlich werden. Das gelte ebenso für das Gebet: Wenn wir unser Herz hineinlegen, wird es weit mehr als ein Ritual.
Abschließend ging der Bezirksapostel auf den Auftrag ein, dass das Gotteshaus ein Bethaus für alle Völker sein soll. Gott lädt alle Menschen ein – auch diejenigen, die wir persönlich vielleicht nicht schätzen. Das ist der Wille Gottes und nicht der der Kirchenleitung. Deshalb gilt es, die apostolische Botschaft wachzuhalten: „Maranatha, unser Herr kommt!“
In seinem Predigtbeitrag unterstrich Apostel Andreas Sargant aus dem Apostelbereich München, dass wir im Gottesdienst und im gemeinsamen Gebet unser Licht leuchten lassen und dieser Ort uns stets heilig sein soll.
Im Anschluss an den Predigtteil empfingen fünf Kinder der Gemeinde Hockenheim die Gabe des Heiligen Geistes. Der Bezirksapostel erläuterte, dass sie dadurch zu Kindern Gottes und Erben seiner Herrlichkeit werden.
Außerdem wurde für die Gemeinde Hockenheim eine Diakonin ordiniert. In der Beauftragung gab ihr der Bezirksapostel mit, das Wort Gottes zu verkündigen. Das ist der Auftrag. Wer sich in den Dienst Gottes stellt, wird den Anvertrauten und auch sich selbst zum Segen, denn Gott lässt niemanden zu kurz kommen, der ihm dient.
Chor und Orchester verliehen dem Gottesdienst einen festlichen musikalischen Rahmen.
Fotograf: H. Mauer