Am Mittwoch, den 2. September 2026 feierten die Gemeinden Mannheim-Gartenstadt und Mannheim-Sandhofen den Wochengottesdienst gemeinsam mit Apostel Daniel Habich in der Neuapostolischen Kirche in Mannheim-Gartenstadt. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wurde auch dem langjährigen Dirigenten der Gemeinde und seiner Ehefrau anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit der Segen gespendet.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente ein Bibelwort aus Hebräer 6 Vers 19:
"Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele, der hineinreicht in das Innere hinter dem Vorhang."
Der Apostel nahm zunächst Bezug auf das Chorlied „Ich komme vor Dein Angesicht, verwirf mein Flehen nicht“. Er betonte in diesen Zusammenhang, dass Glaube heißt, darauf zu vertrauen, dass Gott unsere Bitten hört und sein Wille gut ist – auch wenn er anders antwortet, als wir hoffen.
Im Mittelpunkt der Predigt stand das Bild des Ankers als Sinnbild für den Glauben und das Vertrauen auf Gott. Wie ein Schiff im Sturm nur dann sicher gehalten wird, wenn sein Anker auf festem Grund liegt, brauchen auch wir einen zuverlässigen Halt. Menschliche Entscheidungen, Ratschläge und Hoffnungen können sich als unsicher erweisen, da Menschen irren und Situationen nicht vollständig überblicken können. Gott hingegen ist allwissend und allmächtig. Wer sein Vertrauen auf ihn setzt, findet einen festen und unverrückbaren Anker – auch in schwierigen und stürmischen Zeiten des Lebens.
Anhand des Tempels erläuterte der Apostel, was mit „hinter dem Vorhang“ gemeint ist. Mit dem Tod Jesu am Kreuz wurde der Vorhang zerrissen und der Weg zu Gott für alle Menschen geöffnet. Durch seine Auferstehung und die Verheißung seiner Wiederkunft ist der Anker des Glaubens fest im Himmel verankert.
Jesu Zusagen, bei den Seinen zu bleiben und ihnen ewiges Leben zu schenken, geben diesem Vertrauen eine sichere Grundlage. So trägt der Glaube auch durch Bedrängnisse: Wer sich an Gott hält, hat einen Anker, der nicht losreißt und sicheren Halt für Gegenwart und Zukunft gibt.
Nach dem Heiligen Abendmahl spendete der Apostel dem Ehepaar den Segen zur Goldenen Hochzeit. Dabei hob er die Ehe als gegenseitigen Anker hervor, der auch in schwierigen Zeiten Halt und Verlässlichkeit schenkt. Die weiteren gemeinsamen Jahre, so betonte er, liegen in Gottes Hand und werden auch weiterhin von seiner Begleitung und seinem Segen getragen. Gott bleibt der unverrückbare Anker, auf den unser Glaube und unsere Zukunft gegründet sind.
Der Gottesdienst wurde musikalisch von Chor, Orgel und Orchester begleitet.
Fotograf: H. Mauer