„Auch wenn das nicht die übliche Botschaft anlässlich einer Trauerfeier ist, so möchte ich diese Worte doch in den Mittelpunkt stellen, wenn wir heute Abschied nehmen von Frank Wedekind. Denn „ich freue mich“ waren seine letzten Worte.“
Damit begann Bezirksapostel Michael Ehrich am 27. Mai 2017 die Trauerfeier von Bezirksältesten i.R. Wedekind, dem ehemaligen Leiter des Kirchenbezirks Weinheim, in der neuapostolischen Kirche Mannheim-Moselstraße, der am 17. Mai 2017 im Alter von 69 Jahren verstorben war.
Eine große Trauergemeinde aus dem neuapostolischen Kirchenbezirk Mannheim/Weinheim, aus den Nachbarbezirken und aus dem Kreis der Bezirksämter scharte sich um die Trauerfamilie, um Abschied zu nehmen von einem Seelsorger, dem sein kirchliches Dienen ein tiefes Bedürfnis war, auch über seine aktive Amtszeit hinaus bis in den Ruhestand.
„Denn obwohl ich leiblich abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und freue mich, wenn ich eure Ordnung und euren festen Glauben an Christus sehe.“
Auf der Basis dieses Bibelwortes aus Kolosser 2,5 richtete der Bezirksapostel eine Vielzahl tröstlicher Gedanken an die Trauerfamilie und die gesamte Gemeinde. Schon im Gebet zu Beginn führte Bezirksapostel Ehrich aus, dass der Heilige Geist als Tröster gesendet sei und bat Gott, dass nun auch alle Trost aus dem Heiligen Geist schöpfen mögen.
Mehrere Punkte betonte der Bezirksapostel im Hinblick auf den Verstorbenen: seinen feinsinnigen Humor, seine oft spontane Fröhlichkeit und die verschiedentlich gelobte Treue, u.a. anlässlich der Konfirmation 1962 – Gelübde, die Bezirksälteste i.R. Frank Wedekind bis zum Schluss gehalten habe. Außerdem bezeichnete der Bezirksapostel den Verstorbenen als sehr guten Zuhörer und Ratgeber und betonte, dass es nicht seine Art war, halbe Sachen zu machen, sondern wenn er etwas tat, dann mit ganzem Herzen.
Doch bei aller Trauer über die leibliche Abwesenheit, bleiben wir doch im Geist verbunden, führte der Bezirksapostel daraufhin aus. Abschließend benannte Bezirksapostel Ehrich den Wunsch, dass die Freude, die den Verstorbenen so sehr gekennzeichnet habe, auch die Herzen aller Anwesenden erfüllen möge. „Vollkommen wird diese Freude jedoch sein, wenn wir Gott so sehen, wie er ist“, waren die letzten Predigtworte von Bezirksapostel Ehrich.
Zu weiteren Wortverkündigung rief der Bezirksapostel die Bezirksältesten Metz (Bruchsal) und Hoffmann (Eberbach) sowie Apostel Herbert Bansbach.
Musikalisch wurde die Trauerfeier vom Jugendchor und vom Männerchor des Bezirks sowie von einem großen gemischten Chor umrahmt. Das von der gesamten Gemeinde gemeinsam vorgetragene Lied „Singt ein Lied von Gott“ bildete den Schlusspunkt einer ganz besonderen Trauerfeier, in der neben der Trauer ein großer Schwerpunkt auf der Freude darüber lag, dass sich trotz der „leiblichen Abwesenheit“ vieles nicht ändert, weil die Gebete füreinander auch weiterhin vor Gott getragen werden und weil alle die Freude anstreben, ewig gemeinsam bei Gott zu sein.
Fotograf: B.Iloff