Den letzten Gottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Hermannstraße 2 in Weinheim am 29. November 2023 feierte Bischof Jörg Vester mit der Gemeinde Weinheim, etlichen ehemaligen verzogenen Gemeindemitgliedern und den Gemeinden Heppenheim und Ladenburg.
Predigtgrundlage bildete das Bibelwort aus 1. Johannes 4, 14
„Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.“
Der Bischof wies darauf hin, dass das alte Kirchenjahr beendet ist und das neue Kirchenjahr mit dem 1. Advent beginnt. In diesem Zusammenhang erläuterte er die Bedeutung der Weihnachtszeit und der Menschwerdung Jesu.
Jesus hat die Herrlichkeit Gottes verlassen, um den Menschen den Weg der Erlösung zu bereiten. Er ist der Heiland. Allerdings machte der Bischof deutlich, dass die Erlösung für die Menschen kein Automatismus ist, sondern an Voraussetzungen gebunden ist. Unabdingbare Voraussetzung zur Erlangung des Heils ist der Glaube an Jesus Christus als wahrer Gott und als Mensch. Doch der Glaube alleine reicht nicht aus. Jesus hat eine tiefe Verbundenheit zu seinem Vater ausgezeichnet. Für sein gesamtes Wirken und Handeln war allein der Wille seines Vaters ausschlaggebend. Seinen eigenen Willen hat er in allen Situationen unter den Willen seines Vaters gestellt, was am prägnantesten in dem Ausruf vor seinem Kreuzestod: „Herr, wenn du willst, so nimm diesen Kelch von mir, aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe“ zum Ausdruck kam.
Auch für uns ist es entscheidend, uns nach dem Willen Gottes auszurichten. Manchmal ist es dafür auch erforderlich, seinen eigenen Standpunkt aufzugeben, wenn wir ernsthaft danach streben, den Willen Gottes zu tun. Jesus hat aus der Liebe heraus, seinem Vater und den Menschen gedient. Das sollte auch unser Bestreben sein, so der Bischof.
Bezirksvorsteher Steiger unterstrich in seinem Predigtbeitrag die Ausführungen des Bischofs indem er darauf hinwies, dass wir den Sieg zum Herrn hin erringen sollten, was uns das ewige Heil bringe.
Entwidmung
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlussgebet vollzog Bischof Vester die Entwidmung des Kirchengebäudes.
Es war ihm wichtig, zu betonen, dass die Verkündigung und Wirksamkeit des Wortes Gottes nicht an dieses Kirchengebäude geknüpft ist, sondern sich auch im neu renovierten Kirchengebäude in Weinheim-Hohensachsen, Kaiserstraße 18, das nun Standort für die Gemeinde Weinheim ist, in schöner Weise fortsetzen wird. Die Gemeinden Weinheim und Hohensachsen haben bereits vor längerer Zeit fusioniert und bilden nun die Gemeinde Weinheim.
Fotograf: R. Pitschmann