Bischof Jörg Vester feierte am Mittwochabend, den 29. Februar 2024 Gottesdienst in der Gemeinde Mannheim-Gartenstadt gemeinsam mit der Gemeinde Mannheim-Sandhofen.
Als Bibelwort für den Gottesdienst diente Lukas 18, 29.30:
Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlässt um des Reiches Gottes willen, der es nicht vielfach wieder empfange in dieser Zeit und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Was macht einen Jünger aus? Nachfolge! Die Jünger Jesu haben alles verlassen, alle sozialen Sicherungen um Jesu nachzufolgen. Bischof Vester verwies auf den reichen Jüngling. Reich und gesund; nach damaligem jüdischem Verständnis eine Bestätigung Gottes für das Wohlverhalten eines Menschen. Eben dieser reiche Jüngling erhielt kein Lob für sein Verhalten, sondern die Aufforderung den Reichtum abzugeben. Ein bekanntes Wort Jesu, so erläuterte Bischof Vester in seinem Predigtbeitrag, das man am liebsten überlesen würde. Wer ist schon gerne freiwillig arm? Aber darum geht es Jesu nicht. Er hatte nichts gegen irdisches Reichtum. Das Grab Jesu wurde von einem Reichen (Josef aus Arimathäa) bezahlt. Aber: Irdischer Reichtum darf nicht unser Leben bestimmen; über allem stehen. Genauso wenig hatte Jesu etwas gegen Häuser. Er liebte es im Haus von Maria und Martha einzukehren. Das Haus, so Bischof Vester, ist ein Bild für die eigene Komfortzone und diese gilt es manchmal ein Stück weit zu verlassen, wenn es darum geht zu handeln wie es uns Jesu vorgelebt hat.
Im Predigtvortrag von Bezirksevangelist Brauner verwies er darauf, dass wir auch mal gegen den Mainstream schwimmen müssen, der oft und schnell in seiner Allgemeinheit be- und verurtelt. Sich dagegenstellen heißt sich zu Christus zu bekennen und entsprechend zu handeln.
Einleitend zum Heiligen Abendmahl sagte Bischof Vester, dass wir mitunter recht großzügig mit uns sind, schnell Entschuldigungen für unsere Fehler haben und die Entschuldigung des Nächsten für sein Fehlverhalten manchmal nicht einmal anhören oder auch annehmen. Auch das gilt es zu verlassen.
Der Gottesdienst wurde feierlich von Chorgesang umrahmt.
Fotograf: V. Hamann