Am Sonntag, den 14. April 2024 feierte Bischof Vester den Gottesdienst in Mannheim- Moselstraße mit dem Bibelwort aus Johannes 14, Vers 6, Satz 1 „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Eingeladen waren die Gemeinden MA-Gartenstadt, Hockenheim, MA-Rheinau, MA-Sandhofen, Schwetzingen und Weinheim. In Viernheim fand parallel ebenfalls der Gottesdienst zur Konfirmation für die Gemeinde Viernheim statt.
Zu Beginn seines Dienens ging der Bischof auf das Lied ein, das die Sänger vorgetragen hatten, das damit endete, dass der Herr ganz nah ist. Er sprach dabei zuerst die Konfirmanden (ein Mädchen und drei Jungen) an, die an diesem Sonntag ihr Konfirmationsgelübde ablegen sollten, und wünschte den jungen Christen, dass sie das in ihrer Zukunft erleben dürften, dass der Herr ganz nah ist. Dazu sei es aber erforderlich, so der Bischof, dass man auch Nähe zulasse und das sei der Fall, wenn wir bewusst eine Entscheidung für den Herrn treffen. Das Textwort stammt aus einer Rede Jesu mit seinen Jüngern. Bischof Vester verwies darauf, dass auch die Jünger eine Entscheidung treffen mussten. Jesus hatte sie aufgefordert nachzufolgen, aber dafür entscheiden musste sich jeder Einzelne ganz persönlich. Der Bischof appellierte an die Konfirmanden und die ganze Gemeinde, Entscheidungen zu
treffen, die uns nicht vom Herrn trennen. Er sagte, Jesus sei nicht nur ein Wegweiser, denn Jesus sprach klar: „Ich bin der Weg.“ Und den Weg zu gehen, so der Bischof, bedeute, Jesus in sich aufzunehmen. Wie ist Jesus mit Herausforderungen oder Enttäuschungen umgegangen? Jeus hat keinem Menschen einen Vorwurf gemacht, auch Petrus nicht, der ihn drei Mal verleugnet hatte. Dieses Wesen Jesu sollten wir uns zu eigen machen.
Weiter sagte Jesus: „Ich bin die Wahrheit.“ Der Bischof erläuterte mit dem Begriff „Fake News“ wie schwierig es heute ist, die Wahrheit von Informationen zu erkennen. Oftmals seien Nachrichten so gut aufgemacht, dass es uns kaum möglich sei, diese als Unwahrheit zu enttarnen. „Was Jesus sagt ist Wahrheit.“, so brachte es Bischof Vester auf den Punkt. „Und Jesus sagt auch die Wahrheit über uns selbst und über unseren Nächsten. Er zeigt dabei
nicht auf die Fehler und Unvollkommenheiten des Nächsten, sondern er vermittelt uns, dass
er den Nächsten genauso liebt wie uns selbst.“ Als dritte Komponente beinhaltet das Textwort: „Ich bin das Leben.“ Und der Bischof fügte hinzu: „das ewige Leben“. Er verheimlichte den Konfirmanden auch nicht, dass das Leben in
der unmittelbaren Gemeinschaft mit Gott auch Herausforderungen mit sich bringe und komplizierter sein könne als das Leben von Menschen, die sich nicht an Jesus orientieren. Jedoch biete die Gemeinschaft mit Christus eine tiefe Zuversicht und Bereicherung des Lebens.
Der Bezirksälteste ging in seinem Predigtbeitrag darauf ein, dass es heute dank Navigationsgeräten deutlich einfacher sei, Wege zu finden als in damaliger Zeit. Mit seiner Aussage: „Ich bin der Weg.“ habe Jesus eine Eigenschaft gemeint, nach der wir uns ausrichten sollten, so der Bezirksälteste. „Es ist das Wesen Jesu, das uns zum Ziel navigiert.“ Bevor die Konfirmanden ihr Gelübde ablegten, wurde der Brief des Stammapostels vorgelesen, den er den jungen Christen mit auf den Weg gab. Darin stand unter anderem, dass sie heute die wichtigste Entscheidung ihres Lebens treffen würden, nämlich Jesus nachzufolgen. Nach dem passenden Beitrag des Chores „Jesus bleib in meinem Leben Weggefährte, bester Freund…“ und der Ansprache des Bischofs legten die Konfirmanden das Gelübde ab. Der Bischof begrüßte sie danach als junge, mündige, eigenverantwortliche Christen in der Gemeinschaft der neuapostolischen Christen.
Chor und Orchester umrahmten den Gottesdienst musikalisch.
Bilder: H. Mauer