Am Mittwoch, den 23. April 2025 feierte Bischof Vester den Wochengottesdienst gemeinsam mit den Gemeinden Wald-Michelbach und Weinheim in der Neuapostolischen Kirche in Heppenheim.
Als Grundlage diente das Bibelwort aus Johannes 20, Vers 15:
"Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen."
Der Bischof ging zu Beginn des Gottesdienstes auf die besondere Zeit zwischen der Auferstehung und der Himmelfahrt Jesu ein. Das Bibelwort erzählt wie Maria Magdalena am Ostermorgen ein leeres Grab vorfand. Im Matthäusevangelium wird davon berichtet, dass ein Engel, den Stein, der vor dem Grab lag, weggerollt hatte und sich auf diesen Stein setzte. Dies beschreibt der Bischof als Sinnbild für das Heil, das Jesus durch seinen Opfertod über die Menschen gebracht hatte, wobei der auf dem Stein sitzende Engel für die uneingeschränkte und unumkehrbare Öffnung des Heils für die Menschen steht. Jesus erschien sowohl Maria Magdalena, die ihn für einen Gärtner hielt, als auch den Jüngern, die ihn ebenfalls nicht an seiner Erscheinung erkannten. Es war das Hören nicht das Sehen, dass die Anhänger Jesu zur Gewissheit geführt hat, dass er auferstanden war.
Der Herr spricht mit uns, wenn wir glauben und bereit sind zu hören ohne einen sichtbaren Beweis einzufordern. Mit dieser Botschaft wendete sich der Bischof an die Gläubigen am Schluss seiner Predigt.
Der im Anschluss zum Mitdienen gerufene Vorsteher der Gemeinden Lampertheim und Sandhofen ging in seinem Beitrag auf die Begegnung mit Maria Magdalena in ihrer Rolle als Frau ein. Jesus erschien allen, die an ihn glaubten. Auch denen, die in der damaligen Zeit gesellschaftlich keinen besonderen Stand hatten. Der Bezirksvorsteher unterstrich in seinem nachfolgenden Dienen, dass wir im Gottesdienst nicht die Erwartung haben eine detaillierte Anleitung zu erhalten, wie wir in Gottes Nähe kommen. Er nahm den Gedanken des Bischofs noch einmal auf, Gott zu hören, ihn zu fühlen und daraus die Erkenntnis über die Größe des Werkes Jesus zu erlangen.
Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Chor, Orgel und Klavier.
Fotograf: H. Jahn