Der Glaube an die Auferstehung Jesu stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes am Ostermorgen, 16.04.2017. Bischof Jörg Vester feierte ihn mit zahlreichen Gottesdienstteilnehmern in der neuapostolischen Kirche in Hemsbach. In der Predigt des Ostergottesdienstes ermunterte Bischof Vester die versammelte Gemeinde, im Blick auf den Glauben an die Auferstehung Jesu Christi auch den Glauben an die eigene Auferstehung zu prüfen.
Als Predigtgrundlage dienten die Verse 19 und 21 aus dem 2. Kapitel des Johannesevangeliums:
„Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte.“
Nach einer Bibellesung über Jesu Auferstehung nach dem Matthäusevangelium (Matthäus 28, 1-8) beschrieb der Bischof, dass Jesu Umfeld mit der Aussage „Reißt den Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn wieder aufbauen“ nichts anfangen konnte. Jesus Christus bezog das auf sich selbst, er machte deutlich, dass er sterben und am dritten Tage auferstehen würde. Erst nach der Auferstehung Jesu kamen seine Jünger nach und nach zur Erkenntnis, dass der Herr wahrhaftig auferstanden ist. Jesu hatte angekündigt, was in dieser Zeit geschehen würde. Als es eintrat, war es dennoch überraschend. Immer wieder gab und gibt es Momente des Zweifelns, trotz aller Vorankündigungen. Bei den Jüngern damals und bei uns heute. Die Menschen haben Zweifel an der Auferstehung, weil es mit dem Wissen und Verstand nicht greifbar ist. Bei den Jüngern entstand nach der Auferstehung Jesu wieder Vertrauen, denn Tod und Hölle waren besiegt. Sie hatten die Auferstehung verinnerlicht. Dadurch waren sie bereit und motiviert, dem Herrn bedingungslos zu dienen und sein Evangelium zu predigen. Das gilt auch heute: Wenn wir an die Auferstehung Jesu Christi glauben, dann glauben wir auch an unsere eigene Auferstehung! Wenn wir das nicht glauben, sind Predigt und Glaube vergeblich (vgl. 1. Kor 15, 14-17). Christi Auferstehung ist das Fundament unseres Glaubens und unsere Zukunftshoffnung. Jesus Christus wird wiederkommen, und es wird eine Erste Auferstehung geben. Diese frohe Botschaft, das Evangelium zu verkündigen in Wesen, Werk und Wort ist Aufgabe für jeden gläubigen Christen. Die Kraft des Heiligen Geistes und des Heiligen Abendmahls befähigen uns das Osterlicht aus innerer Überzeugung freudig hinaustragen zu können.
Bezirksältester Steiger, Leiter des Kirchenbezirkes Mannheim/Weinheim und sein Stellvertreter, Bezirksevangelist Angermann ergänzten den Predigtteil, bevor der Bischof zum sakramentalen Teil des Gottesdienstes überleitete.
Zum Schluss des Gottesdienstes hatte Bischof Vester noch eine besondere Osterfreude für die Gläubigen aus der Kirchengemeinde Heppenheim. Er bestätigte einen weiteren Priester für die Gemeinde.
Für den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes sorgten gemischter Chor und Orchester aus den eingeladenen Gemeinden.
Fotografin: A.Brückner