Alles begann auf dem internationalen Kirchentag an Pfingsten 2014 in München.
Teilnehmende Gemeinden konnten einen Schuhkarton kreieren und mit Dingen füllen , die sie symbolisieren oder darstellen. Diese phantasievoll gestalteten Kartons wurden vor rund 11 Monaten in der Münchner Olympiahalle ausgestellt. Am Ende des Kirchentages durfte jede teilnehmende Gemeinde einen Karton mit nach Hause nehmen. Aus mehreren hundert Kartons wanderte der aus Hockenheim in den Norden Deutschlands zur Gemeinde Bremervörde. Damit war eine Partnerschaft geboren, die anfing zu wachsen und sich mit Leben zu füllen. Man wollte sich persönlich kennenlernen. In jeder der Gemeinden gab es Beauftragte, die ein mögliches Treffen mit großer Freude vorbereiteten. Und dann endlich war es so weit – der angekündigte Besuch aus Bremervörde traf am 1. Mai gegen 18 Uhr ein. Erste Station war das Heidelberger Schloss mit einer Führung. Ab 19 Uhr trafen dann immer mehr Hockenheimer im Gasthaus „Palmbräugasse“ in Heidelberg zum Abendessen und einem ersten gegenseitigen Kennenlernen ein. Am Samstagvormittag stand dann eine Führung in Speyer unter dem Motto „Brezel gekonnt geschlungen“ auf dem Programm. Ab 17 Uhr begann das diesjährige Gemeindefest der Neuapostolischen Kirchengemeinde Hockenheim in der Grillhütte Altlußheim. Die Gäste aus dem Norden waren dabei voll integriert und fühlten sich sichtlich wohl. Viele persönliche Gespräche fanden im Verlauf des Abends statt. Und dann gab es noch das Gastgeschenk der Gemeinde Bremervörde: sie schenkten den Hockenheimern ihr Herz – und das symbolisch in einem geschmiedeten Kunstwerk! Am Sonntagmorgen ging es zum gemeinsamen Gottesdienst in das moderne Kirchengebäude in Hockenheim in der Tom-Bullus-Straße. Der Gemeindevorsteher der Gemeinde Hockenheim, Evangelist Marco Rudolph, führte durch den Gottesdienst. Grundlage dafür war das Bibelwort aus Römer 10, Vers 13 – 15:
„ Denn wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden. Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht: Wie lieblich sind die Füße der Freudenboten, die das Gute verkündigen! “
In seiner Predigt wies Evangelist Rudolph darauf hin, dass die Predigt des Evangeliums Glauben bewirken soll. Dazu muss man von Christus hören. Und von ihm zu hören braucht es Prediger. Dies sind die Gesandten Jesu – die Apostel. Auch ist der Glaube eine besondere Gabe Gottes. Zu weiteren Predigtbeiträgen wurden Priester Schmid und Diakon Dickschat gerufen. Umrahmt wurde der Gottesdienst mit Musikbeiträgen des Chores der Gemeinde, unterstützt durch die Sängerinnen und Sänger aus Bremervörde. Auch im Gesang wurde die Gemeinschaft stimmgewaltig gelebt. Nach dem Gottesdienst gab es einen durch liebevolle Hände gerichteten Gemeindebrunch mit üppigem kaltem und warmem Buffet. Dann hieß es Abschied nehmen, denn die Freunde aus Bremervörde hatten noch einen weiten Rückweg vor sich. Ausgestattet mit einem Lunchpaket für die Fahrt und einer Kaffeetasse mit dem Wappen der Stadt und der Aufschrift „Rennstadtgemeinde Hockenheim“ als Erinnerung machten sie sich auf den Heimweg. Alle waren sich einig – das sollte nicht die letzte Begegnung gewesen sein. Und schon bei der Verabschiedung und in den Tagen danach wurden dafür neue Pläne geschmiedet...