Alles, was Jesus Christus tut, ist vollkommen. Das war die Botschaft des Gottesdienstes am 28. April 2024, den die Kirchengemeinde in Hockenheim gemeinsam mit ihren vietnamesischen Glaubensgeschwistern feierte.
Im Kontext des Bibelwortes aus Markus 7,37 wird davon berichtet, dass Jesus einen Taubstummen heilt. Die Menschen, die diese Wundertat miterlebten, haben Wesentliches begriffen:
Evangelist Volker Mayer, der Vorsteher der Gemeinde, machte in seinem Predigtbeitrag deutlich: „Alles, was Jesus Christus tut, ist vollkommen, weil die ganze Fülle der Gottheit in ihm wohnt“. Konkret heißt das:
Auf die Frage: Wie reagieren die Gläubigen auf diese Vollkommenheit Gottes? hob Evangelist Mayer insbesondere die Nachfolge, das Vergeben, das sich Unterordnen unter seinen Willen, die Entwicklung der neuen Kreatur, sowie die Nächstenliebe hervor.
Zum Abschluss seiner Predigt verwies der Evangelist auf Rut. Ihr Verhalten gegenüber ihrer Schwiegermutter, das Umsetzen der Worte „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen, … dein Gott ist mein Gott“ (Rut 1,16-17), und ihr Fleiß brachten Boas zu der Aussage: Der Herr vergelte dir deine Tat, und dein Lohn möge vollkommen sein bei dem Herrn, dem Gott Israels“ (Rut 2,12). Kurz darauf wurde Rut Boas´ Braut. Ein schönes Bild für uns Gläubige in der Gegenwart.
Drei Priester gingen in ihren Co-Predigten darauf ein, sich Gottes vollkommenes Handeln noch mehr zu eigen zu machen und eigene Vorstellungen nicht in den Vordergrund zu stellen. "Oft ist es uns noch nicht ganz bewusst" - so einer der Priester - "wie vollkommen unser Gott ist". Daneben hoben sie hervor, dass jeder versiegelte Gläubige denselben Heiligen Geist empfangen habe und damit die Vollkommenheit anstreben könne. Um diesen Geist wirken zu lassen, müsse man sich mitunter selbst zurücknehmen. Beim letzten Schritt zur Vollkommenheit helfe Gott in seiner grenzenlosen Liebe und Gnade.
Der Gottesdienst wurde vom vietnamesischen Chor und Orgel musikalisch umrahmt.