In einem besonderen Gottesdienst konnte die Gemeinde Mannheim-Rheinau am 25.12.2021 in großer Freude den Weihnachtsfrieden und die Spendung des Sakramentes der Heiligen Wassertaufe an einem Kleinkind erleben.
Das Bibelwort aus dem Brief des Apostel Paulus an die Galater, Kapitel 4, Vers 6: "Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!" lag diesem Gottesdienst zugrunde. Es betont, dass diejenigen, die in einem Kindschaftsverhältnis zu Gott stehen, die Gabe Heiligen Geistes empfangen. Durch Glaube, Taufe und Geistempfang wird der Mensch von Gott zu seinem Kinde adoptiert und somit zum Erben eingesetzt.
Im Anschluss an eine Lesung aus dem Evangelium nach Lukas, Kapitel 2, Verse 1-14, wandte sich der Priester mit der weihnachtlichen Botschaft vom Frieden, welcher uns durch die Menschwerdung Gottes geschenkt wird, an die Gemeinde. Indem wir Jesus Christus folgen und an seine Liebe, sein Opfer und die Auferstehung glauben, können wir diesen Frieden erfahren.
Im Evangelium nach Markus fordert der Sohn Gottes auf, Frieden untereinander zu haben: "Frieden in der Familie, in der Gesellschaft und der Gemeinde", so der Priester in seiner Predigt. Wichtig sei auch, den Frieden ins tägliche Leben hineinzunehmen, wie es der Hebräerbrief wiedergibt: „Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird“.
Die Apostel erhielten den Auftrag, das Evangelium zu verkündigen sowie die Sakramente zu spenden. Dadurch geschieht eine Heiligung, die den ganzen Menschen erfassen soll. Mit Blick auf die Verkündigung der Sündenvergebung ist auch die Zusprache des Friedens des Auferstandenen verbunden. Der Mensch darf sich nach der Freisprache gewiss sein, in diesem Frieden leben zu dürfen, so der Priester zum Ende seiner Predigt.
Die Heilige Wassertaufe stand unter dem Bibelwort aus dem 2. Korintherbrief, Kapitel 5, Vers 17: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden".
Mit sehr persönlichen Worten wandte sich der Priester an die Eltern. In seiner Ansprache hob er hervor, dass Zeit zum Beten, Singen, Vorlesen auch aus der Kinderbibel und Zuwendung, wie Fragen geduldig beantworten und Kindersorgen ernst nehmen, die Glaubensentwicklung der Kinderseele maßgeblich im Sinne des Evangeliums prägen.
Durch weihnachtliche musikalische Klaviervorträge wurde der Gottesdienst sehr feierlich und würdig umrahmt, so dass alle Teilnehmenden - darunter zahlreiche Gäste aus der Ökumene - in großer Freude ihren Weihnachtsfrieden empfingen.