Die Kinder brachten es gleich zu Beginn musikalisch auf den Punkt: Wir danken dem lieben Gott, nicht nur einmal im Jahr, an Erntedank, sondern täglich, denn alle seine Gaben sind Geschenke für uns.
Am Sonntag, den 3. Oktober 2021 feierte die neuapostolische Kirchengemeinde Mannheim-Moselstraße Erntedank und Goldene Hochzeit, unterstützt durch die Kinder der Gemeinde, die bereits am Vortag den Altar besonders geschmückt und sich musikalisch auf die sonntäglichen Feierlichkeiten vorbereitet hatten.
Den Gottesdienst führte der Vorsteher der Gemeinde durch, der in einer Woche in den Ruhestand treten soll. Das der Predigt zugrundeliegende Bibelwort lautete:
1. Mose 2,3
Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.
Anders als wir Menschen, die wir einen Ruhetag brauchen, um von der Arbeit auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen, war dies nicht der Grund, warum Gott den Ruhetag zum Teil seiner Schöpfung machte, sondern weil er die Schöpfung betrachtete und feststellte: Es war alles sehr gut.
Den Sonntag hat Gott für den Menschen eingerichtet und geheiligt, damit dieser sich Gott und seiner Schöpfung zuwenden kann und um dem Heil, das Jesus Christus in die Welt gebracht hat, zu gedenken. Unlöslich mit dem Ruhetag verbunden ist der göttliche Auftrag an den Menschen, sechs Tage zu arbeiten. Jedes Geschenk Gottes, jede Gabe und Begabung geht also mit der göttlichen Verpflichtung einher, jene zum Segen für das Gemeinwohl einzusetzen, damit zu arbeiten und zu dienen. Auch die Erde hat Gott dem Menschen zum verantwortungsvollen Umgang mit ihren endlichen Ressourcen anvertraut.
Anhand des Goldhochzeitspaares verdeutlichte der Vorsteher besonders, wie schön es ist, wenn das Dienen für den lieben Gott im Mittelpunkt des gemeinsamen Lebens steht. Der Bezirksevangelist im Ruhestand und seine Frau dienten nach innen und außen, in der Familie, in der Gemeinde und im Bezirk. Und es bleibt die Gewissheit, dass der liebe Gott alles sieht und gesehen hat, was im Einzelnen getan wurde. Der liebe Gott hat diese beiden zusammengeführt und wird sie auch weiterhin begleiten, so klang es im Segen zur Goldenen Hochzeit an.
Den Abschluss des Gottesdienstes setzen wiederum die Kinder mit „Singt, lobt und jubelt laut, wer auf den Herrn vertraut, der baut sein Leben nicht auf Sand. Er, der die Welt regiert und seine Kinder führt, hält sie an seiner starken Hand!“
Fotos: H. Dettmann