Das „ängstliche Harren der Kreatur“ ist zunächst ein Hinweis darauf, dass die Gegenwart durch Zerstörung, durch Umweltverschmutzung und die hemmungslose Ausbeutung der Natur geprägt ist. Das Harren findet seine vollkommene Erfüllung in der neuen Schöpfung, in der ein Leben mit Gott möglich sein wird, das alles Vorstellbare übertrifft.
Im Bibelwort aus Römer 8,19-21, das dem Gottesdienst zugrunde lag, spricht Paulus der Schöpfung ein „ängstliches Harren“ zu. Nach 1. Mose 1,31 war sie einmal „sehr gut“ – für Gott und Mensch. Der Sündenfall warf sie aus der Bahn (1. Mose 3,17); die Schöpfung ist deformiert worden, hat daher ihre Vollkommenheit verloren.
Wenn die Naturgeschichte also mit der Menschengeschichte verkoppelt ist, dann ist es nur folgerichtig, dass erst der Mensch wieder in Ordnung kommen muss, wenn die Schöpfung in Ordnung kommen soll.
Das Heil für den Menschen zeigt sich darin,
Dies hat auch Auswirkungen auf das Heil der Schöpfung, denn durch
sind im Heilsplan Gottes alle Voraussetzungen erfüllt, um eine neue Schöpfung „aus dem Himmel“ (Offenbarung 21,2) Realität werden zu lassen.
Eine besondere Heilszuwendung erfuhr in diesem Gottesdienst ein Täufling. Der Gemeindevorsteher, Evangelist Volker Mayer, nahm in seiner Ansprache Bezug auf die Aussage Jesu „Lasset die Kinder zu mir kommen“ (Markus 10,14).
Die Eltern können dem Kind den Weg zu Christus frei machen, indem
„Wir können zu diesem Heil für Mensch und Schöpfung beitragen“ - so schloss der Vorsteher seine Ausführungen -, „indem wir uns täglich vom Geist Gottes treiben lassen, Frieden in uns tragen und ausstrahlen, sowie achtsam mit der irdischen Schöpfung umgehen.“
Der Gottesdienst wurde feierlich umrahmt mit Musikbeiträgen von Klarinette, Orgel und dem Gemeindechor.