stand im Mittelpunkt der Segenshandlung zur kirchlichen Trauung am Sonntag, den 20. August 2023, die im Rahmen des Gottesdienstes stattfand.
Grundlage für die Handlung war ein Bibelwort aus Hoheslied 8, die Verse 6a und 7:
Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Viele Wasser können die Liebe nicht auslöschen noch die Ströme sie ertränken.
In diesem Bibelwort aus dem Hohelied Salomos bekennen zwei Menschen ihre Liebe zueinander. Dieser poetische Text bringt Gefühle zum Ausdruck, die zum Menschsein gehören. Aber es ist auch mehr als ein bloßes „Liebeslied“. Im Licht des Neuen Testaments ist das Hohelied auch ein schönes Abbild der Verbindung Christi zu seiner Kirche – im konkreten Fall der Liebe des Herrn zum Brautpaar.
Das Siegel wurde an einer Kordel um den Hals, ganz nahe am Herzen, oder an der Hand als Armband bzw. am Finger als Siegelring getragen. Es ist damit ein Bild des Festhaltens, des Vertrauens, des Schutzes – ganz nah beim anderen zu sein.
In der Antike verbürgte ein Siegel Echtheit und Gültigkeit. Dahinter stand die Autorität des Eigentümers, nur der Berechtigte durfte das Siegel öffnen. So bezieht sich dieses Siegel zum einen auf die Eheleute zueinander, zum anderen auf das Brautpaar und ihre Beziehung zum lebendigen Gott.
Das Herz beschreibt, dass das Denken und Streben, Planen und Wollen aufeinander ausgerichtet ist. Zugleich signalisiert der Arm die praktische Seite, die Fürsorge füreinander.
Das Wasser kann als Bild für Oberflächlichkeit und Gedankenlosigkeit verstanden werden. Bei den Strömen lässt sich an Sorgen, Krankheit, wirtschaftliche oder psychische Nöte, sogar an Unglauben denken. Auch diese Dinge sollen nicht ein Ende der Liebe zwischen den Eheleuten herbeiführen.
"Dass diese Schwierigkeiten, die zu reißenden Strömen werden können, nicht alles vernichten"- so der Vorsteher der Gemeinde Hockenheim, Evangelist Volker Mayer - "dazu verhilft der gemeinsame Glaube an den einen Gott, die Treue zum Evangelium und die enge Verbundenheit untereinander."
Mit den Worten „Der Friede des Auferstandenen sei mit euch!“ und einem Liedbeitrag des Chores fand die Segenshandlung ihren Abschluss.