(09.05.2010) Am Sonntag, den 09.05.2010 hielt Bischof Jürgen Kieselmann aus Pforzheim einen besonderen Gottesdienst in der Kirche Mannheim-Moselstraße. Zu diesem waren auch die Gemeinden Hockenheim, Sandhofen und Schönau eingeladen, so dass mehr als 300 Teilnehmer die Segensstunde am Muttertag erleben durften.
Grundlage für diesen Gottesdienst war ein Textwort aus Matthäus 5, 10-11: „Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.“
Der Bischof führte zu Beginn aus, dass Jesus Christus nachzufolgen bedeutet, ihm anzuhangen, sich zu ihm zu halten, ihm zu dienen und sich zu bemühen, entsprechend seinem Beispiel zu handeln. Jesus macht in diesem Teil der Bergpredigt deutlich, dass um seinetwillen auch Verfolgung und Ablehnung erfahren werden können.
Wir sind uns alle bewusst, dass wir in der heutigen Zeit nicht mehr dieselben Anfeindungen erfahren wie die urchristliche Gemeinde. In seinem Dienen zeigte der Bischof auf, wie diese Anfeindungen in der heutigen Zeit aussehen: Zum einen spielen in einer zunehmend verweltlichten Gesellschaft die Werte des Evangeliums eine immer geringere Rolle. Nicht Nächstenliebe und Selbstlosigkeit werden gefördert, sondern Durchsetzungsvermögen und eigenes Erfolgsstreben. Auch bestimmt das Gewinnstreben immer mehr den Alltag und will das Streben nach dem Heil Gottes ersetzen. Als vierten Punkt wurde noch der mangelnde Respekt vor Göttlichem beleuchtet. Dieser hat schließlich mangelnde Wertschätzung der Menschen untereinander zur Folge.
Dies alles sind Mächte, die heute wirken und bestimmen wollen. Die in dem Textwort beschriebene Seligkeit bedeutet nun, den Beistand des Herrn zu erfahren. Sie gibt den Gläubigen Kraft, dennoch in seiner Nachfolge zu bleiben und der Gerechtigkeit Gottes immer genug Raum zu geben.