Gemeinsam mit Bezirksapostel Michael Ehrich feierten am 05. März 2025 Gläubige der neupaostolischen Kirchengemeinden Lampertheim, Mannheim-Gartenstadt und Mannheim-Sandhofen den Abendgottesdienst in der neuapostolischen Kirche in Sandhofen.
Zum Beginn des Gottesdienstes trug der Chor das bekannte Lied „Die auf den Herren harren“ vor. Der Bezirksapostel stellte den Bezug zwischen dem Liedtext und unserer Haltung im Gottesdienst her. Wer in einer Haltung des Harrens, der intensiven Erwartung auf den Herrn, auf Wort und Gnade in den Gottesdienst komme, der finde dort Kraft und Ruhe für die Seele.
Grundlage für den Gottesdienst war das Bibelwort aus Matthäus 21, 23
Und als er in den Tempel kam und lehrte, traten die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm und sprachen: Aus welcher Vollmacht tust du das, und wer hat dir diese Macht gegeben?
Die Antwort auf diese Frage sei natürlich klar, sagte der Bezirksapostel, diese Vollmacht, aus der Jesus handelte, konnte nur aus Gott kommen. Und diese Vollmacht Gottes wirkt auch heute unter uns, selbst wenn die äußeren Dinge nicht immer nach göttlicher Vollmacht aussehen. Das Christentum befinde sich auf dem Rückzug, die Demographie wirke sich auch in unseren Reihen aus, Standorte werden zusammengelegt. Müsste die Vollmacht Gottes nicht erkennbar, blühend sein? Jesus versicherte seinem Volk: „Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“ Und: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter euch.“
Jesus war zugleich wahrer Mensch und wahrer Gott. Als Person des dreieinigen Gottes war Jesus auch an der Schöpfung beteiligt, daher kommt seine Vollmacht. Er ist allwissend und allmächtig. Jesus Christus predigte in Vollmacht und sandte dann seine Apostel, gab ihnen einen Teil seiner Vollmacht; diese sollen seine Lehre weitertragen. Die priesterlichen Ämter und Diakon:innen haben auch einen Teil seiner Vollmacht, und wir alle haben ein Stückchen dieser Vollmacht: „Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.“
Anteil an der göttlichen Vollmacht haben, bringt Aufgaben für uns mit sich:
Apostel Martin Rheinberger zitierte zu Beginn seines Predigtbeitrags den Herrn Jesus: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Jesus hat das letzte Wort. Auch wenn einmal eine Situation so erscheint, als gäbe es keine Lösung, als sei man am Ende angekommen. Des Weiteren betonte der Apostel, dass die Amtsträger zwar in Vollmacht handeln, aber sie sind dabei an das Wort Jesu, seinen Sendungsbefehl gebunden: „Lehrt die Menschen, was ich euch befohlen habe." Kein Amtsträger könne einfach tun, was er will. Außerdem bezog sich Apostel Rheinberger auf den Satz „Ihr seid das Licht der Welt“ und ein Zitat von Jesus Christus: „Die Stadt auf dem Hügel, die leuchtet, kann nicht verborgen bleiben“. Das Gleiche gelte für eine Gemeinde, die leuchtet, das bleibt nicht verborgen.
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls versetzte der Bezirksapostel einen Priester und einen Diakon der Gemeinde Lampertheim in den wohlverdienten Ruhestand und dankte ihnen für ihren langjährigen Einsatz. Er sei aber sicher, dass Sie auch in Zukunft weiter mitwirken werden, dann eben aus der zweiten Reihe, was sich aber nicht minder segensreich auswirken könne.
Im Anschluss ordinierte er einen Priester für die Gemeinde Lampertheim, dem er mit auf den Weg gab, nur aus der Vollmacht Jesu Christi zu handeln und zu dienen, bei der Verkündigung des Evangeliums am Altar und auch in der Seelsorge.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von Chor und Orgel umrahmt. Den musikalischen Schlusspunkt setzten der gemischte Chor und die ganze Gemeinde mit dem gemeinsam vorgetragenen Lied „Der Herr ist mein Licht“.
Fotos: H. Mauer