Als Bibelwort diente Johannes 3, Verse 19-21: „Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.“
Im Zeichen des 2. Advents stellte der Gemeindevorsteher den Gegensatz von Licht und Finsternis, der in den Bibelversen angesprochen wird, in den Mittelpunkt seiner Predigt und führte aus, daß wir mit dem Erscheinen des Lichts in der Welt durch die Menschwerdung Jesu Christi vor die Entscheidung gestellt wurden, dieses anzunehmen oder abzulehnen. Einen Mittelweg gibt es nicht. Manchmal bewegen wir uns in der Dunkelheit und geben dem Streben nach Besitz und Anerkennung Vorrang. Wir sind aber dazu aufgerufen, uns ins Licht der Liebe Gottes zu bewegen, um uns selbst zu erkennen und zu verändern. Im Lichte Christi zu wandeln, bedeutet, ein Leben in Wahrheit, Buße und tätiger Nächstenliebe zu führen.
Nach Abendmahl und Segenspendung beging die Gemeinde Rheinau ihre stimmungsvolle Weihnachtsfeier mit Vorträgen weihnachtlicher Gedichte, der Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium und des anrührenden Textes Dietrich Bonhoeffers ‚Von guten Mächten wunderbar geborgen‘ begleitet von einem hochklassigen Musikprogramm mit Orgel, Geige und Chorgesang sowie musikalischen Solobeiträgen. Nach dem Gesang „O Du Fröhliche“ durch die Gemeinde klang die Weihnachtsfeier bei reichhaltigen und leckeren Speisen in fröhlicher Adventsstimmung aus.
Fotos: A. Döring