Am Mittwoch, den 20. Mai 2026 feierte Apostel Daniel Habich den Gottesdienst in der Gemeinde Weinheim, zu dem auch die Gläubigen der Gemeinden Heppenheim, Ladenburg und Wald-Michelbach eingeladen waren.
Predigtgrundlage bildete ein Bibelwort aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer, Kap. 8, V. 15:
„Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater!“
Apostel Habich führte dazu aus, dass Paulus in diesem Wort unterscheidet zwischen dem Geist der Knechtschaft und dem Geist der Kindschaft. Die Menschen haben in alter Zeit zehn Gebote erhalten und haben daraus 600 Gesetze gemacht, das sogenannte mosaische Gesetz. Das enthielt so viele Verbote und Regeln, dass die Menschen dadurch unter einen enormen Druck geraten sind. Gott wurde dadurch als ein strafender, strenger Gott angesehen. Dies war nicht Gottes Wille und dann hat es Jesus gebraucht, der mit diesem Gottesbild aufgeräumt hat und den Menschen vermittelt hat, dass Gott ein Gott der Liebe ist. Der Apostel betonte, dass Leistungsdruck dem Geist der Knechtschaft entspringt und nicht dem Willen Gottes. Das gelte auch für uns heute. Es gibt viele böse Geister, so Apostel Habich, aber nur einen guten und Heiligen Geist. Und wenn wir uns immer wieder bewusst machen, dass wir diesen Heiligen Geist in uns tragen, dann können wir uns auch heute frei und geborgen fühlen, in dem Bewusstsein „Wir sind Gottes Kinder“.
Ein wesentlicher Punkt, auf den Apostel Habich hinwies, ist, dass wir diesem Heiligen Geist Raum in uns geben. Das tun wir, indem wir Gott immer wieder bitten, dass der Heilige Geist uns treibt und Impulse gibt. Wenn wir das tun, dann empfinden wir keinen Leistungsdruck, da wir uns nicht am irdischen Geschehen orientieren, sondern die Sicherheit spüren, an der Hand Gottes zu sein. Wir haben dann auch keine Angst, Fehler zu machen, da wir wissen, dass Gott uns jeden Fehler vergibt, wenn wir ihn darum bitten und bereuen. Abschließend nannte der Apostel noch ein wichtiges Merkmal des Geistes der Kindschaft, nämlich, dass dieser kindliche Geist immer Freude erzeugt, auch die Freude sich zu entwickeln, so wie wir das bei Kindern sehen. Wir sind nicht perfekt, wir dürfen lernen und uns als Kinder Gottes in Freude entwickeln.
Der stellvertretende Bezirksvorsteher ging in seinem Predigtbeitrag darauf ein, dass wir alle in unserem Alltag unsere Herausforderungen haben und dass auch die Jünger zur Zeit Jesu nicht perfekt waren und versucht haben, vieles mit dem Verstand zu regeln. Jesus hat sie nicht verurteilt. Er hat Petrus nur eine Frage gestellt: „Liebst du mich?“ Apostel Habich griff diesen Gedanken auf und lenkte den Blick auf das bevorstehende Pfingstfest, bei dem wir einen neuen Stammapostel bekommen. Und er sagte dazu: „Lasst uns nur eine Erwartung haben an den neuen Stammapostel, dass er Gott liebt und uns liebt.“
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls führte der Apostel noch eine Heilige Versiegelung durch. Bezugnehmend auf die Predigt, sagte er der gläubigen, erwachsenen Frau, dass die Gabe des Heiligen Geistes uns wieder in diese kindliche Unbeschwertheit führt und wir trotz schwieriger Zeiten innere Ruhe und Frieden fühlen dürfen.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Chor, Orgel und Orchester.
Fotograf: W. Buchwald