Am Mittwoch, den 03. Juni 2026 feierte Apostel Daniel Habich den Gottesdienst erstmalig in der Gemeinde Mannheim-Rheinau. Eingeladen waren zudem die Vorsteher der Gemeinden des Bezirks aktiv und i. R. mit Frauen, Konfirmandenlehrerinnen und Konfirmandenlehrer mit Partner sowie die Gläubigen der Gemeinden Hockenheim und Ladenburg.
Predigtgrundlage bildeten Bibelworte aus dem ersten Brief des Petrus 1, 15-16:
sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben (3. Mose 19,2): »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.«
Der Apostel knüpfte zunächst an das Eröffnungslied des Chors “Jesus, erfülle mein Herze mit Freude“ an und äußerte den Wunsch, „Mögen unsere Herzen heute übervoll sein und ausstrahlen.“
Apostel Habich bezog sich dann auf die Bibelverse aus dem ersten Petrusbrief und führte dazu aus, daß Petrus warnte, unsere Hoffnung zu sehr auf das Irdische zu lenken, da alles Irdische der Vergänglichkeit unterworfen sei. Vielmehr sollen wir uns ganz in die Hand Gottes begeben, da wir ganz sicher sein können, daß wir dann unser Glaubensziel erreichen, auf ewig bei dem Herrn zu sein. Und weiter erklärte der Apostel, heilig zu sein bedeute, eine Beziehung zu Gott und unserem Nächsten aufzubauen und uns von der Liebe des Herrn erfüllen zu lassen. Den Bogen zu seinen Eingangsbemerkungen spannend führte er aus, daß wir, wenn wir vollständig von der Liebe des Herrn erfüllt sind, diese auch ausstrahlen. Als Anhaltspunkte, die erkennen lassen, daß wir noch nicht vollständig ein geheiligtes Leben führen, nannte der Apostel Situationen, in denen wir -anders als der barmherzige Samariter- einem hilfsbedürftigen Nächsten nicht beistehen, eher den Splitter im Auge des anderen erkennen oder vielleicht die Opfer anderer geringschätzen wie im Gleichnis von der armen Witwe.
Der zum Mitdienen gerufene Bezirksevangelist erläuterte den Anwesenden noch einmal die Botschaft des Gottesdienstes. Wir sollen unsere Hoffnung auf den Herrn setzen. Der Geist Gottes wirkt an unserer Seite. Ein heiliges Leben zu führen ist kein Spaziergang, aber unser Lebenswandel soll heilig sein. Wenn wir die Liebe Gottes verspüren, können wir sie auch weitergeben. Jesus Christus an unserem Alltag teilnehmen und Impulse geben zu lassen, bedeutet, in der Nachfolge Jesu Christi zu leben.
Apostel Habich wies darauf hin, daß heilig sein ein Gemeinschaftserleben darstellt. In diesem Sinne feierte der Apostel mit den anwesenden Gläubigen im Anschluß das heilige Abendmahl. Nach dem Abschlußsegen beendete der Chorgesang den feierlichen Gottesdienst.
Fotos: J. Reinemuth