Am 23. September 2021 feierte Apostel Martin Rheinberger den Abendgottedienst mit der Kirchengemeinde Ladenburg und stellte den Frieden und das Licht, welches den Weg erhellt, in den Mittelpunkt.
Dem Gottesdienst lag ein Bibelwort aus 2. Petrus 1, Vers 19 zugrunde, wo es heißt: „Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen“
Zu Beginn der Predigt erinnerte der Apostel zunächst an den internationalen Gebetstag für den Frieden (21. September), an dem wir uns mit einem besonderen Gebet für den Frieden einbringen. Für den Weltfrieden können wir als einzelne wenig tun. In unseren Familien, in unserem Umfeld, in der Gemeinde hingegen sieht es ganz anders aus. Hier kann jeder dazu beitragen, dass der Friede für ein gutes Miteinander sorgt. Da sind wir jeden Tag aufs Neue gefordert, etwas dazu beizutragen. Nach Frieden streben und Frieden bewahren fängt im eigenen Herzen an. Ob für sich allein, in stillem Gebet, ob im Gebet mit der Familie oder in der Kirchengemeinde, Christen bringen sich in die Gebete um den Frieden ein.
Bezugnehmend zum Bibelwort zwischen dem prophetischen Wort und dem Licht Gottes, führte der Apostel die Worte des Psalmisten an: “Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“. Des Fußes Leuchte erklärt nicht den Weg, sondern hat die Aufgabe, die Dunkelheit zu erhellen, um das Ziel zu erreichen. Kein großer Scheinwerfer, nur eine kleine Leuchte. Das Licht Gottes hat nicht die Aufgabe Zusammenhänge zu erleuchten, es bringt nichts nach Erklärungen zu suchen - das Licht scheint, um durch die Verhältnisse hindurch zukommen, um das Ziel zu erreichen.
Was sind dunkle Verhältnisse? Diese Frage stellte der Apostel in den Raum und gab auch zugleich Antwort: "Wenn man hoffnungslos ist". In der Dunkelheit der Hoffnungslosigkeit wie z.B am Grab, leuchtet die Zusage Jesu, dass er der erste und der letzte sei und damit auch das letzte Wort habe und nicht der Tod.
Wer an einem dunklen Ort ist, dem fehlt zudem Orientierung, man sehe sich selbst und den Nächsten nicht mehr. Im Licht bleiben und nicht den Blick verlieren für den anderen! Geh bitte nicht an der Not des anderen vorbei, so der Apostel. Das Licht weist dem Menschen dann den Weg und man kann sehen, was um einen herum geschehe und ist zudem in der Lage, sich selbst und die eigene Sündhaftigkeit zu erkennen. Gott rettet aus der Sündhaftigkeit und geht den Menschen nach.
Das Licht Gottes führt den, der daran glaubt durch das irdische Leben und stellt ein Angebot dar, der Dunkelheit der Sünde zu entfliehen. Durch den Opfertod Jesu wurde dies ermöglicht und alle Menschen haben die Möglichkeit, davon zu profitieren.
Der Gemeindevorsteher aus Ladenburg und der Bezirksvorsteher wurden nach einem musikalischen Zwischenspiel zum Predigtbeitrag gebeten und unterstrichen in den Predigtausführungen die Leuchtkraft eines Lichtes.
Fotograf: M. Greven