Instrumentalmusik erklang am Donnerstag, 01. September 2022, während die Gottesdienstbesucher in der Kirche in Viernheim eintrafen. Die Gemeinden Ladenburg und Viernheim versammelten sich zum Gottesdienst mit Apostel Martin Rheinberger und mit Freunden aus dem Nachbarbezirk Heidelberg, denn der neue Gemeindevorsteher der Gemeinde Ladenburg kommt von dort.
„Gib mir mehr von deinem Geiste“ dieses altbekannte Lied intonierte der Chor zu Beginn des Predigtteils, was den Apostel zur Frage veranlasste, ob der Geist nicht vollständig ausgegossen sei, die er sogleich damit beantwortete, dass nichts den Geist Gottes in uns dämpfen möge. Gott schenkt uns dazu Kraft und Hilfe.
Das Bibelwort aus Apostelgeschichte 3, Vers 6 lag dem Gottesdienst zugrunde:
„Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“
Der Apostel erläuterte den biblischen Zusammenhang: Petrus hatte einen Mann geheilt, der von Geburt an gelähmt gewesen war. Dieser war auf Almosen angewiesen und in den Gottesdienst konnte er auch nicht gehen. Almosen konnte Petrus ihm nicht geben, aber er sagte zu ihm: „was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“ Petrus streckte ihm seine Hand entgegen, welche der Gelähmte ergriff und dank der Kraft des Apostels aufstehen konnte.
Übertragen auf unsere Zeit sprach Apostel Rheinberger, dass wir Gott brauchen und auf Gott angewiesen sind. Zugang zu Gott haben wir nur, weil Gott sich zu uns wendet. So wie bei dem Gelähmten streckt Gott uns seine Hand entgegen. Wir müssen diese Hand im Glauben ergreifen. Der Apostel stellte die Frage an die Gemeinde: Welchen Stellenwert hat diese Aussage in unserem Leben: „du bist geliebt und von Gott gewollt“? Gott begleitet uns bis ans Ende der Welt, er schenkt uns die Sakramente, wir sind Teil seiner Kirche. Er gibt uns Kraft zur Versöhnung. Gott streckt uns die Hand hin und macht uns darauf aufmerksam, dass uns das Evangelium was zu sagen hat.
Der Gelähmte zu damaliger Zeit ging nach seiner Heilung mit Petrus in den Tempel, lobte und dankte Gott. In heutiger Zeit können wir auf unterschiedliche Art Gott loben und danken. Wir können Gott loben, indem wir unsere Versprechen halten und in den Geboten Christus bleiben. Wir können Gott danken und dienen, jeder mit der Gabe die er empfangen hat. Wir sind alle verschiedenartig und haben unterschiedliche Gaben. Die Liebe Gottes lässt uns die eigene Gabe einsetzen zur Ehre Gottes und zur Erbauung des Nächsten. Und sie lässt uns die Gabe des anderen nicht abwerten, sondern groß sehen und fördern. Jeden in der Gemeinde annehmen, so wie Christus ihn angenommen hat und die Dinge im Guten sehen und nicht das Negative in den Vordergrund rücken.
Die beiden Bezirksvorsteher aus Heidelberg und Mannheim/Weinheim wurden noch zum Predigtbeitrag gebeten.
Veränderungen im Amtsträgerkreis
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls entlastete der Apostel Evangelist Merkel von seiner zusätzlichen Aufgabe als Vorsteher der Gemeinde Ladenburg, nun kann er sich noch stärker der Gemeinde Viernheim als Vorsteher widmen.
Im Anschluss beauftragte er Priester Ullrich aus der Gemeinde Heidelberg-Rohrbach zum Gemeindevorsteher der Gemeinde Ladenburg.
Gott strecke ihm die Hand entgegen, so der Apostel. In der Ansprache gab er ihm unter anderem drei Punkte mit:
Viele nahmen nach dem Gottesdienst Gelegenheit war, dem neuen Gemeindevorsteher ihre guten Wünsche für seine Aufgabe auszusprechen und ihn herzlich im Kirchenbezirk willkommen zu heißen.
Fotograf: H. Günter/H. Hofmann