Die Akademie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland bot am Montagabend, 20. November 2023 das Seminar „NAK und Ökumene“ an. 21 interessierte Amtsträger und Delegierte aus den Kirchenbezirken Heidelberg und Mannheim/Weinheim waren in die Kirche Heidelberg-Werderstraße gekommen.
Streiflichtartig berichtete Hirte Andreas Ringle, Vorsteher der Gemeinde Karlsruhe-West, der durch den interessanten Abend führte, von seinen Erfahrungen in der Karlsruher Ökumene sowie der herzlichen Aufnahme in der dortigen ACK. Ökumene bedeute die Gesamtheit der Christen und der christlichen Kirchen. Die von den christlichen Kirchen Europas ausgearbeitete Charta Oecumenica sei von der ACK Deutschland 2003 unterschrieben worden und deklariere die Gemeinsamkeiten im Glauben, im Evangelium und im Handeln.
Einen Streifzug durch die christliche Kirchengeschichte startete Hirte Ringle mit der Reformation 1517 über die Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert, in deren Verlauf auch die Neuapostolische Kirche entstand. Ersten ökumenischen Konferenzen im 19. Jahrhundert folgte die Gründung der ACK in Deutschland 1948. Stand Februar 2023 seien 400 neuapostolische Kirchengemeinden Süddeutschlands in der jeweiligen ACK aktiv.
Vision und Mission
Die Vision der neuapostolischen Kirche, eine Kirche zu sein, in der sich Menschen wohlfühlen und ihr Leben nach dem Evangelium Jesu Christi ausrichten und die damit verbundene Mission, allen Menschen das Evangelium Jesu nahezubringen und die Liebe Gottes erlebbar zu machen, sei Grundlage jedes ökumenischen Handelns. Gemeinsames ökumenisches Auftreten stärke das Christentum in der öffentlichen Wahrnehmung. Sich begegnen und miteinander reden, gemeinsam das Evangelium verkünden, gemeinsam Christus bekennen sowie gemeinsam handeln seien Motive und Ziele der Einheit in versöhnter Verschiedenheit und dem gemeinsamen Dienst für Jesu Christi.
Nach einer Brezelpause mit viel intensivem Gedankenaustausch erläuterte Hirte Ringle die Richtlinie „Ökumene“ der Gebietskirche Süddeutschland und die damit verbundenen Spielräume anhand konkreter Beispiele wie Hochzeit oder Taufe. Er riet dazu, die Gemeinde Ökumene miterleben zu lassen, damit Evolution entstehe und keine Revolution ausgelöst werde. Auch im ökumenischen Handeln gelte, klar Absprachen zu treffen und über alles zu reden.