(06.02.2011) Am Sonntag, 06. Februar 2011, spielte das Sinfonieorchester Musikfreunde Heidelberg zugunsten des Johann-Peter-Hebel-Heimes in der Mannheimer Neckarstadt.
„Dieses Konzert könnte nicht stattfinden, wenn nicht jeder der Musiker sein Instrument liebt. Und so lieben auch die Mitarbeiter des Johann-Peter-Hebel-Heims die Kinder bei ihrer Arbeit“, so Siegfried Gabler, Leiter des Kirchenbezirks Mannheim. „Das ist tätige Nächstenliebe.“
Der Leiter des Johann-Peter-Hebel-Heimes, Viktor Winterhalter, stellte in einem kurzen Vortrag die Arbeit des Heimes vor. Darunter die vielfältigen Leistungen angefangen von stationärer Aufnahme, Tagesgruppen bis zur Berufsbildung und Musiktherapie. Aktuell werden rund 140 Kinder ab 6 Jahren von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Heims betreut. Dies erfolgt unter dem Schirm der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe.
Als besonderen Höhepunkt seines Vortrags zitierte Herr Winterhalter zum ersten Mal aus dem neuen Leitbild, welches am Tag nach dem Konzert veröffentlicht werden sollte. Die Wertschätzung der Kinder als vollwertige Menschen, der liebende christliche Umgang mit den Kindern, sowie die Kinder in ihrer Not und in ihrer Situation so annehmen, wie sie sind, wurden als Eckpunkte des neuen Leitbilds betont.
Das Sinfonieorchester Musikfreunde Heidelberg, das unentgeltlich für diesen Zweck auftrat, füllte den Raum klanglich so, dass die Musik intensiv von den Zuhörern erlebt werden konnte. Der kompakte Kircheraum bot die außergewöhnliche Gelegenheit, ein Sinfoniekonzert „ganz nah“ zu erleben, sowohl akustisch wie auch emotional.
Die ersten zwei Stücke des Konzertes leiteten zwei junge Dirigierstundenten, die, wie auch der Leiter des Orchester, René Schuh, ein Einführung zu den jeweiligen Stücken gaben.
Die bekannte Hebriden-Ouvertüre von Felix Mendelssohn-Bartholdy eröffnete das Konzert unter der Leitung von Janet Schmid. Ein gelungener Einstieg in die klangliche Reise des Abends.
Das Basstuba-Konzert von Ralph Vaughan Williams stand unter der Leitung von Stephan Kocheise. Der Solist Matthias Fitting zeigte in beeindruckender Weise die Klangfülle des recht ungewohnten Soloinstrumentes.
Den Abschluss bildete die 3. Sinfonie von Albert Roussel, auf die der Leiter des Orchester, René Schuh, das Publikum “behutsam“ vorbereitete. Es gelang ihm, die Skepsis vor der Musik des 20. Jahrhunderts in Neugierde zu verwandeln. Ein klanglich beeindruckendes Stück, dass die Zuhörer mit anhaltendem Beifall würdigten.
„Gutes tun“, das Jahresmotto der Neuapostolischen Kirche 2011, wurde von allen Beteiligten in die Tat umgesetzt und zahlte sich aus. Insgesamt wurde die Spendensumme von 2.000 Euro gesammelt. Der Erlös des Benefizkonzerts geht der Musiktherapie zu, wie Herr Winterhalter noch am selben Abend bekanntgab.