Wir begehen Christi Himmelfahrt als eines der christlichen Hochfeste, die ihre Wurzeln in der Heiligen Schrift haben.
Zu diesem Ereignis aber ist im Lukas Evangelium nur ein Satz enthalten - mit diesem Gedanken begann Apostel Herbert Bansbach den Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt in der vollbesetzen Kirche in Weinheim-Hohensachsen . Seiner Predigt legte er das Bibelwort aus Lukas 24, 51.52 zugrunde:
"Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude.“
Über das Geschehen zu Ostern berichtet die Heilige Schrift sehr ausführlich. Aber da gab es Ängste, da musste Jesus klar machen, dass er auferstanden ist. Er aß mit seinen Jüngern, er ließ sich betasten, und doch dauerte es, bis sie begriffen, was sich zugetragen hatte. Zusammen mit Ostern ist die Himmelfahrt Christi ein ganz wichtiger Punkt der christlichen Religion, unseres Glaubens. Dinge geschehen, die mit dem Verstand nicht zu fassen sind. Es war Gott, der das bewirkt hat. Jesus war Mensch und Gott. Er besiegt an Ostern den Tod, fährt nach vierzig Tagen gen Himmel und überwindet damit das Irdische. Dieses Geschehen war keine Fata Morgana. Wir glauben an die reale Auferstehung, und an die reale Himmelfahrt des Herrn! Nur dann können wir auch auf eine reale Wiederkunft Christi hoffen, bei der wir ebenso "Himmelfahrt" erleben.
Obwohl Jesus Christus aus dem Kreis der Apostel auffuhr, kehrten sie dennoch mit großer Freude zurück nach Jerusalem. Was war der Grund dieser Freude? Die Verheißung: Ich komme wieder und will euch dann zu mir nehmen.
Jesus gab seinen Aposteln noch einen universalen Auftrag, sie sollten alle Völker zu Jüngern machen, sie taufen und sie halten lehren, was er gelehrt hat. Beginnen sollten sie in Jerusalem, aber dann bis an das Ende der Erde gehen. Den Anfang hat er festgelegt, den Weitergang mussten sie übernehmen und sich vom Heiligen Geist leiten lassen. Die vom Herrn übertragene Aufgabe stellte hohe Anforderungen. Doch auch darin sorgte Jesus für seine Jünger: Er verhieß ihnen den "Paraklet", den Tröster, einen Beistand und Begleiter, den Heiligen Geist. Der wird verkündigen, was zukünftig ist, und erwecken, was zu tun ist. Deshalb konnten sie voller Freude sein! Die Jünger blieben damals nicht stehen und schauten weiter gen Himmel, sondern gingen freudig nach Jerusalem zurück. Sie wollten zur Gemeinde, zu denen, die ihnen anvertraut waren. Und es wurde ihnen zur Freude, die Auferstehung des Herrn zu bekennen und das Evangelium zu verbreiten.
"Woher kommt denn unsere Freude als die Kinder Gottes?", fragte der Apostel in der Predigt. Der Herr kommt wieder! Das ist der Grund dieser Freude. Auch wir dürfen Auferstehung erleben. Er hat uns aber auch den Auftrag gegeben, das Evangelium weiterzutragen. Wir haben große Freude über die sichere Führung durch den Heiligen Geist. Wir sprechen von Gott, dem Vater, und von Gott, Jesus Christus. Der Heilige Geist aber wird oftmals in den Hintergrund gerückt. Dabei ist er sehr wichtig, denn er führt uns, er erschließt uns unsere Zukunft, er erweckt, was zu tun ist …
Es kommt der Tag, an dem sich alles, was uns verheißen ist, erfüllen wird. Jesus Christus braucht auch uns, die noch anstehende Arbeit bis zur Vollendung des Werkes zu tun! Das ist doch auch große Freude zu wissen: der Herr braucht uns – wir sind ihm nicht egal.
Im Sakramentsteil des Gottesdienstes spendete Apostel Bansbach nach der Sündenvergebung das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versiegelung an einem Kleinkind, und feierte mit der ganzen Gemeinde Heiliges Abendmahl.
Sakramente sind heilige Handlungen, die am Menschen vollzogen werden. Es sind grundlegende Gnadenmitteilungen Gottes. Die Neuapostolische Kirche kennt die drei Sakramente: Heilige Wassertaufe , Heiliges Abendmahl und Heilige Versiegelung . Die Sakramente kann jeder Mensch empfangen, unabhängig von Alter, Herkunft oder Geschlecht.
Fotos:B.Iloff