Ein ganzer Tag im Zeichen Ökumenischer Verbundenheit
Christinnen und Christen aus Schwetzingen, Hockenheim und Umgebung waren der Einladung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zahlreich gefolgt. Gemeinsam feierten sie zu mehreren Hundert ihren Glauben. Zum achten Mal fand am Sonntag, 26. Januar 2025 der Gebetstag der Schwetzinger Ökumene statt und bot interessante Möglichkeiten, Christsein und lebendigen Glauben authentisch zu erfahren.
Punkt 11 Uhr begann Bezirkskantor Paul Hafner das Orgelvorspiel in der katholischen Kirche St. Pankratius. Es begleitete den feierlichen Einzug junger Ministrantinnen und Ministranten, denen die Liturgen aus vier Kirchengemeinden folgten: Julia Wirth (Evangelische Gemeinde am Schloßplatz), Gemeindereferentin Ulrike Keßler (Röm.-Kath. Kirchengemeinde), Pfarrer Steffen Groß (Evangelische Kirchengemeinde) und Priester Steffen Haubner (Neuapostolische Kirche).
Unter dem Titel „Beten hilft. Glaubst du das?“ wurde im Ökumenischen Gottesdienst gemeinsam gebetet und gesungen - mitgestaltet von den Chören der Kirchen. Anstelle einer Predigt trugen die Liturgen persönliche Gedanken zum Thema in kurzen Statements vor. Es folgten Fürbitten, das "Vater-Unser" Gebet und abschließender Segen aus 4.Mose 6,24-26: „Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ Diese Worte entstammen dem Alten Testament, wo Gott die Priester auffordert, das Volk Israel mit eben diesen Worten zu segnen. Auffällig ist dabei besonders, wie persönlich der Segen Gottes ist: jedem einzelnen Menschen wendet Gott sich zu und blickt ihn freundlich an, jedem einzelnen Menschen soll Frieden gegeben werden. Er wendet ihm sein Angesicht zu und verspricht ihm, bei ihm zu bleiben und ihn zu begleiten.
Nach einem kostenfreien Imbiss bei der Evangelischen Gemeinde am Schlossplatz konnten dort unter Leitung von Julia Wirth und Steffen Haubner im Dialog-Forum „Glaube im Alltag“ Antworten auf Glaubensfragen eines Christen besprochen werden.
Im Lutherhaus wurden am Nachmittag Tee, Kaffee und Kekse angeboten. Danach lud die Vorsitzende der ACK, Diakonin Margit Rothe zum Workshop „Puzzle dein Credo!“ ein. Die Teilnehmer durften aus unterschiedlichen Glaubensbekenntnissen ihr ganz persönliches Credo formulieren. Bei dieser niedrigschwelligen Methode waren die Besucher konzentriert bei einer Einzelarbeit, die einen stärkenden und vergewissernden Text zum Mitnehmen bescherte.
Anschließend fand in der Katholischen Kirche St. Pankratius eine "Zeit der Stille mit Musik und Gebet“ statt, bevor um 18:00 Uhr Pfarrer und Dekan Uwe Lüttinger ein Messe mit bereichernden Elementen aus Taizé in der Kapelle der Kath. Kirche St. Maria feierte und den Gebetstag stimmungsvoll ausläutete.
Quellenangabe: Text + Fotos NAK