Lukas 22,28.29 Ihr aber seid’s, die ihr ausgeharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und wie mir mein Vater das Reich bestimmt hat, so bestimme ich für euch
Diesen Bibeltext stellte Apostel Martin Rheinberger in den Mittelpunkt des Abendgottesdienstes am Donnerstag, den 10. April 2025 in der neuapostolischen Kirchengemeinde Ladenburg.
„Der Opfertod von Jesus war kein Justizirrtum“ – auch wenn das, selbst in christlichen Kreisen, manchmal so zu hören sei, war eine zentrale Aussage der Predigt von Apostel Rheinberger. Als Pilatus zu Jesus sagt, weißt du nicht, dass ich die Macht über dein Leben habe, antwortet Jesus ihm ganz klar: Du hast diese Macht nur, weil Gott sie dir gegeben hat. Wir können die Gewissheit haben, Jesus ist für uns gestorben. Denn es gibt keine größere Liebe, als dass einer sein Leben lässt für seine Freunde. Jesus schöpfte seine Gewissheit aus dem Zeugnis des Vaters „Dies ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören.“ Wir glauben an das Zeugnis von Jesus Christus: „Ich will wiederkommen und euch zu mir nehmen.“ Er kommt wieder. Und wohin? In den Kreis seiner Jünger, seiner Freunde.
Jesus war auch mit einigen Anfechtungen konfrontiert, der Apostel ging auf die Versuchungen des Teufels in der Wüste ein. Und einmal brachte man eine Sünderin zu Jesus, die nach dem Gesetz Mose zum Tode verurteilt war. Jesus entschied sich für das Leben, für die Liebe. Auch wir haben immer die Möglichkeit, uns für die Liebe zu entscheiden. Stattdessen pochen wir oft darauf: „Da gibt’s doch diese Regel.“ Und nichts Anderes gilt. Da kommt eine Situation und wir können entscheiden: Pressen wir die Regel darauf wie eine Schablone, oder ist nicht die Liebe wichtiger: Gutes tun.
Christus ist unser Vorbild. Wir sind getauft, gehören zur Kirche Christi, sind Träger Heiligen Geistes. Wir sind keine Untertanen, sondern Gottes Kinder; wir lassen uns sein Reich schenken.
In seinem Predigtbeitrag stellte der Bischof den Gedanken in den Mittelpunkt, dass Jesus seine Gewissheit, wer er war, daraus schöpfte, dass sich sein Vater zu ihm bekannte. Wir können unsere Glaubensgewissheit daraus schöpfen, dass Jesus unser Freund ist, ein wahrer Freund, der in der Not da ist, der nicht neidisch ist auf unseren Erfolg, sondern sich mit uns freut.
Nach dem gemeinsamen Gebet „Unser Vater“ und der Sündenvergebung spendete der Apostel das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Dabei ging der Apostel nochmals darauf ein, dass das Himmelsreich ein Geschenk ist. Die Aussage von Jesus „Lasst die Kinder zu mir kommen“ spiele eine ganz zentrale Rolle dabei zu erkennen, dass man nichts leisten muss für dieses göttliche Geschenk.
Musikalische Impulse setzten ein Quartett, gemischter Chor und Orgel.
Bilder: Gemeinde Ladenburg