Am Mittwoch, den 7. Oktober 2026 feierte Apostel Daniel Habich den Wochengottesdienst gemeinsam mit den Gläubigen der Gemeinden Lampertheim und Mannheim-Sandhofen in der Neuapostolischen Kirche in Lampertheim.
Grundlage des Gottesdienstes bildete ein Bibelwort aus dem Brief des Paulus an die Epheser Kapitel 2, Vers 14:
„Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht hat und hat den Zaun abgebrochen, der dazwischen war, indem er durch sein Fleisch die Feindschaft wegnahm.“
Der Apostel Paulus verwendet das Bild einer Mauer aus dem Jerusalemer Tempel. Diese kniehohe Mauer trennte den Bereich der Heiden vom Heiligtum der Juden.
Die schwerwiegendste Mauer ist die durch Angst entstandene Mauer zwischen Gott und den Menschen, die Jesus durch seine Liebe eingerissen und den Weg zu Gott geöffnet hat.
Apostel Habich erläuterte, wie Jesus drei grundlegende Ängste überwindet: Die Angst, nicht geliebt zu sein, nicht gesehen zu werden und keine Hoffnung zu haben. Durch die Fußwaschung zeigte Jesus Gottes dienende Liebe, die Vertrauen schafft und die Angst vor Gott nimmt. Auch in schwierigen Lebenssituationen dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott uns sieht und begleitet, selbst wenn sein Plan für uns nicht immer verständlich ist. Schließlich verdeutlichte die Begegnung Jesu mit Petrus nach dessen Verleugnung, dass Gott nicht bestraft, sondern Vergebung, Hoffnung und die Möglichkeit eines Neuanfangs schenkt.
Der Apostel zeigte auf, wie sich durch Demut, Sanftmut und Geduld auch die Mauern zwischen Menschen überwinden lassen. Demut bedeutet, anderen mit Wertschätzung zu begegnen und ihnen Anerkennung zu schenken. Sanftmut hilft, auch in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren und das Gegenüber ernst zu nehmen. Geduld ermöglicht es, Fehler zu verzeihen und immer wieder neue Chancen zu geben. So können gegenseitiges Verständnis und ein liebevolles Miteinander wachsen.
Der Vorsteher der Gemeinde Mannheim-Rheinau ermutigte die Gläubigen in seinen Beitrag, die „Mauern“ im Alltag einzureisen und dadurch Räume zu schaffen, die zu einem friedvolleren und liebevolleren Miteinander beitragen.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde ein Diakon in den Ruhestand verabschiedet. Zudem wurde ein Priester in seinem Amt für die Gemeinde Lampertheim bestätigt.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von Chor und Orgel begleitet.
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